Die Sucht des Jahrhunderts Zuckerkonsum
Übermäßiger Zuckerkonsum ist ein Problem, das viele Menschen weltweit betrifft. Die zunehmende Verfügbarkeit von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Getränken in attraktiven Verpackungen zu erschwinglichen Preisen ist einer der Gründe für den raschen Anstieg des Konsums. Zucker kann jedoch zu einer Sucht führen, von der man sich Tag für Tag nur schwer befreien kann. Auf biologischer Ebene aktiviert unser Gehirn bei hohem Zuckerkonsum die Dopaminproduktion. Dadurch wird das Belohnungssystem aktiviert, das Glücksgefühle erzeugt.
Zuckersucht verursacht auch unangenehme körperliche und psychische Symptome, die schwer zu bewältigen sind und echten Drogenentzugskrisen ähneln. Wenn wir etwas Süßes essen, steigt der Blutzuckerspiegel in unserem Körper an, und unser Körper reagiert darauf mit der Produktion von Insulin.
Das Ergebnis ist die so genannte reaktive Hypoglykämie. Tatsächlich verspürt man kurz nach dem Verzehr von Zucker einen plötzlichen Energieschub, der von einem Verlangen nach mehr Zucker begleitet wird. Die durch den Zuckerkonsum verursachten Insulinschübe wirken sich sowohl auf unsere Stimmung als auch auf unseren Körper aus und verursachen Hautprobleme, Schlafstörungen, Migräne, Bauchspannungen und das Reizdarmsyndrom. sind kalorienreich; sie werden als solche definiert, weil sie nur Energie liefern und keine Nährstoffe, die zu einer schnellen Gewichtszunahme führen können.
Die Vorteile des Verzichts auf Zucker, der die Lebensdauer verkürzt, sind bereits nach 72 oder 96 Stunden spürbar. Die Haut wird weniger fettig, spendet mehr Feuchtigkeit und dunkle Augenringe gehen zurück. Auch das Immunsystem profitiert von der Reduzierung des im Blut zirkulierenden Zuckers. Einigen Studien zufolge kann ein Übermaß an Zucker auch Angstzustände und Depressionen verstärken, so dass eine Reduzierung des Zuckers die Stimmung verbessert.
Weniger Zucker bedeutet weniger Entzündungen und ein geringeres Risiko für chronische Infektionen und Gelenkprobleme, da Zucker die Demineralisierung von Knochen und Zähnen fördert. Auch die Darmwände und die bakterielle Flora werden durch den Verzicht auf überschüssigen Zucker gestärkt. Eine zuckerreiche Ernährung kann gefährlich sein, da sie die Überproduktion bestimmter Rezeptoren in den Eierstöcken anregt, die zu Resistenzen führen können und bei Frauen einen wichtigen Risikofaktor für das polyzystische Ovarsyndrom darstellen. Außerdem wirkt sich ein geringer Zuckerkonsum tendenziell positiv auf die Cholesterinwerte und den Blutdruck aus.
Sieben Wege, um die Zuckersucht loszuwerden:
- Versuchen Sie, allmählich auf Süßigkeiten zu verzichten, überprüfen Sie die Etiketten von Lebensmitteln und bevorzugen Sie solche mit einem geringeren Zuckergehalt.
- Reduzieren Sie die Zuckermenge in Getränken oder vermeiden Sie es, sie zu süßen.
- Ersetzen Sie Zucker durch „süße“ Lebensmittel wie gesundes Obst, Trockenfrüchte, fettarme Milch oder Joghurt.
- Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.
- Essen Sie mehr Eiweiß und Ballaststoffe, die ein besseres Sättigungsgefühl vermitteln und den Blutzuckerspiegel nicht ansteigen lassen.
- Bewegen Sie sich mehr.
- Vermeiden Sie künstliche Süßstoffe.