Die diabetische Nephropathie ist eine schwerwiegende Komplikation von Typ-1- und Typ-2-Diabetes, die die Fähigkeit der Nieren beeinträchtigt, Abfallprodukte und überschüssiges Wasser aus dem Körper zu entfernen. Man schätzt, dass etwa einer von drei Diabetikern an einer diabetischen Nephropathie leidet.
Während die frühen Stadien in der Regel ohne offensichtliche Anzeichen oder Symptome verlaufen, können sich erst in einem schwereren und fortgeschrittenen Stadium die folgenden Symptome entwickeln:
- Schwierigkeiten bei der Kontrolle der Blutdruckwerte (Bluthochdruck)
- Vorhandensein von Eiweiß im Urin
- Anschwellen der Füße, Knöchel, Hände und/oder Augen
- Erhöhter Harndrang
- Verwirrung oder Konzentrationsschwierigkeiten
- Kurzatmigkeit
- Appetitlosigkeit
- Übelkeit und Erbrechen
- Anhaltender Juckreiz
- Müdigkeit
Die Diagnose kann durch Laboruntersuchungen (Blut und Urin) gestellt werden.
Die wirksamste Strategie zur Vorbeugung der diabetischen Nephropathie oder zumindest zur Verzögerung ihres Auftretens ist ein gesunder Lebensstil, einschließlich einer sorgfältigen und gewissenhaften Kontrolle der Blutzuckerwerte (Glykämie) und des Blutdrucks.
Wenn die Krankheit nicht erkannt und angemessen behandelt wird, kann sie das Filtersystem der Nieren langsam aber sicher schädigen; eine frühzeitige Behandlung kann dazu beitragen, das Fortschreiten der Krankheit zu verhindern oder zu verlangsamen und damit das Risiko von Komplikationen zu verringern.
Die Krankheit entwickelt sich allmählich im Laufe der Zeit, was hauptsächlich auf folgende Faktoren zurückzuführen ist
- Schlechte Kontrolle des Blutzuckerspiegels
- Eine schlechte Kontrolle der Blutdruckwerte ist wahrscheinlich der wichtigste Risikofaktor.
Weitere Risikofaktoren sind:
- Männlich, familiäre Vorbelastung durch Bluthochdruck und kardiovaskuläre Ereignisse (Verwandte ersten Grades)
- Fettleibigkeit
- Rauchen
- Hyperlipidämie (hoher Cholesterinspiegel)
Wenn diese Risikofaktoren reduziert werden, wird das Fortschreiten einer Nierenerkrankung bei Diabetes verringert.